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Zweck: Geschwisterzeit

Verena Bentele: An dem Tag, an dem die Geschwisterkinder im Vordergrund stehen, hat Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von behinderten Menschen, ihren Bruder Johannes mitgebracht. Beim Feuerwehrspiel schaffen sie es gemeinsam auf den zweiten Platz.


Unbeschwerte Stunden für rund 250 Familien im Ravensburger Spieleland

LIEBENAU – 1098 angemeldete Teilnehmer – Im Mittelpunkt des seit drei Jahren stattfindenden Aktionstages der „Geschwisterzeit“ stehen Geschwisterkinder, die mit einem behinderten oder chronisch kranken Kind gemeinsam in einer Familie aufwachsen.

Hoch konzentriert stehen die sechs Familien in den roten Feuerwehrautos. Als der Startschuss ertönt, beginnen sie voller Wetteifer die Kurbel zu drehen, um das Gefährt auf den Schienen zu bewegen. Laut feuern sie sich gegenseitig an, denn wer am schnellsten den Brand gelöscht hat, der bekommt die höchste Punktzahl und liegt vorne bei der Familienrallye. Der Aktionstag der „Geschwisterzeit“ im Ravensburger Spieleland wurde auch in diesem Jahr von vielen Familien mit einem behinderten oder chronisch kranken Kind genutzt, um einen unbeschwerten Tag zu verbringen. Dafür nahmen viele sogar einen recht langen Anfahrtsweg in Kauf, denn nicht nur aus den angrenzenden Landkreisen kamen die Familien, sondern sogar aus München, Freiburg oder Österreich.

Schirmherrin Verena Bentele begeistert

Weil Geschwisterzeit sei, deshalb habe sie ihren Bruder Johannes mitgebracht, erklärt Verena Bentele, Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von behinderten Menschen und Schirmherrin der „Geschwisterzeit“, bei der Eröffnungsveranstaltung. Sie betonte, wie wichtig es sei, sich an besonderen Tagen Zeit zu nehmen, für Dinge, denen man im Alltag zu wenig Beachtung schenkt. Bei der anschließenden Fragerunde schilderte sie den Kindern mit großer Offenheit und Emotionalität ganz persönliche Erlebnisse und Erfahrungen aus ihrer Familie. „Bei uns ist mein Bruder oft zu kurz gekommen und musste früh für uns Verantwortung übernehmen“, erzählte Verena Bentele, mit großem Verständnis für alle anwesenden Geschwisterkinder. Auch der Botschafter der „Geschwisterzeit“, der Ravensburger Musiker Peter Pux, war vor Ort und begeisterte die Kinder mit seinem Minikonzert. Er kann gut mit ihnen mitfühlen, wuchs er doch selbst in einer besonderen Familie mit einer behinderten Schwester auf.

„Sonst ist man immer so allein"

Besondere Attraktionen waren an diesem Tag das Torwandschießen und das Feuerwehrspiel, bei denen die Familien gegeneinander antreten konnten. Die vier erstplatzieren Familien wurden in einer Siegerehrung ausgezeichnet. „Dieser Tag ist ein Geschenk“, sagt Christoph Gräf, Leiter der Aktion „Geschwisterzeit“. „Die Familien bekommen den Eintritt geschenkt, die Geschwisterkinder treffen auf andere Kinder, die sich in einer ähnlichen Situation befinden, und für uns Veranstalter ist der Tag auch etwas Besonderes, weil die Freude der Familien uns zum Weitermachen anspornt.“ Beim memory® Kennenlernspiel auf der Suche nach dem passenden Memory-Partner kamen die Familien immer wieder miteinander in Kontakt. „Hier trifft man endlich mal Familien, die auch ein behindertes Kind haben, sonst ist man immer so allein“, so lautete der einstimmige Tenor vieler Familien. Die „Geschwisterzeit“ wird getragen von St. Gallus-Hilfe der Stiftung Liebenau, St. Jakobus Behindertenhilfe, St. Elisabeth-Stiftung und dem Malteser Hilfsdienst.

Das memory-Kennenlernspiel brachte die Familien Beck-Huber und Fröhlich zusammen.

Familie Kersten: Familie Kersten freut sich über einen der Preise bei der Familienrallye

Peter Pux: „Geschwisterzeit“-Botschafter Peter Pux begeisterte mit einem Auftritt auf der Freilichtbühne